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Stellungnahme zur aktuellen Situation von Wolters

Braunschweig | 13.10.2026 | Corporate Investments

Stellungnahme zur aktuellen Situation von Wolters

Die aktuellen Diskussionen um die Situation des Hofbrauhaus Wolters verfolgen wir mit allem Respekt und dem gebotenen Ernst. Es ist uns bewusst, dass die Marke Wolters für viele Menschen in unserer Region eine Ikone ist. Umso wichtiger ist es, den Gerüchten und Spekulationen der vergangenen Tage in aller Deutlichkeit die Fakten entgegenzustellen. 

Uns ist bewusst, welchen besonderen Stellenwert Wolters für die Menschen in Braunschweig und der gesamten Region hat. Umso mehr ist es anzuerkennen, dass sich so viele Menschen für den Fortbestand der Marke und des Brauereistandorts einsetzen und dabei sogar bereit sind, hierfür eigenes privates Vermögen einzubringen. Dieses Engagement verdient unsere ausdrückliche Wertschätzung und unseren Respekt. Gerade weil wir dieses Engagement ernst nehmen, müssen wir offen und verantwortungsvoll mit den wirtschaftlichen und technischen Realitäten umgehen.

Wir haben gemeinsam mit der Hofbrauhaus Wolters GmbH und der TCB (TCB Beteiligungsgesellschaft mbH) die Möglichkeit geprüft, die Produktion am Braunschweiger Standort in deutlich verkleinertem Umfang fortzuführen. Ziel war es, auszuloten, ob ein solches Konzept nachhaltig wirtschaftlich tragfähig wäre. Leider haben diese Analysen nicht die erhofften und für den Standort Braunschweig erwünschten Ergebnisse gebracht.   

Brauereibranche mit massiven Herausforderungen

Dabei haben wir als Gesellschafter in den vergangenen Jahren bereits erheblich in Sachanlagen und Brautechnik für die Modernisierung der Entalkoholisierung, Flaschenabfüllung und Erhitzungstechnik investiert. Zudem wurde die Kapitalbasis gestärkt, um die strategische Neuausrichtung zu ermöglichen. Dies alles galt der Zukunftssicherung und der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Wir haben aus unserer Sicht alles Mögliche versucht und getan, um Wolters, den Beschäftigten und dem Braustandort eine Perspektive zu ermöglichen.

Diese massiven Anstrengungen wurden aber immer wieder durch deutlich schlechtere Markt- und Rahmenbedingungen torpediert.  Mit der Corona-Pandemie sah sich die Branche mit deutlich gestiegenen Produktions- und Energiekosten konfrontiert. Gleichzeitig belasten seitdem globale Krisen die Lieferketten und führen zu höheren Logistikaufwendungen. Die daraus resultierenden Versorgungsengpässe und Kostensteigerungen wirkten und wirken sich negativ auf Absatz und Ertragslage vieler Brauereien aus. Zusätzlich erschweren schwankende Exportmärkte und eine anhaltende Konsumzurückhaltung die wirtschaftliche Situation. Viele Brauereien mussten zuletzt aufgeben. Von diesen Entwicklungen ist auch Wolters betroffen und schrieb daher seit geraumer Zeit hohe Verluste.

Wolters als Marke erhalten / kein Stadionbier aus Hannover

Die Volksbank BRAWO hat deshalb in der vergangenen Woche eine Absichtserklärung mit der TCB zur Übernahme von Wolters unterzeichnet. Hiermit haben wir einen strategischen Partner gefunden, der die Marke Wolters erhalten wird, in Braunschweig regional verankert bleibt und bis zu 40 neue Arbeitsplätze an seinen Standorten plant. Alle weiteren unternehmerischen Entscheidungen obliegen bei der TCB.

Zugleich stellt die TCB aber bereits klar: "Das Eintracht-Stadion wird nicht mit Bier beliefert, das in Hannover gebraut wird. Die Partnerschaft mit Eintracht Braunschweig und die Verbindung zur Stadt berücksichtigt das Unternehmen ausdrücklich. Ein erster sogenannter Probesud zur Herstellung von Wolters in Dresden wurde bereits angesetzt."

Angesichts der massiven Herausforderungen, der sich die gesamte deutsche Brauerei-Wirtschaft gegenübersieht, braucht Wolters jetzt ein nachhaltiges Zukunftsmodell und einen starken Kapitalgeber, der bereit und in der Lage ist, die notwendigen Investitionen zu gewährleisten. Das ist mit TCB gewährleistet.  

Foto: Hofbrauhaus Wolters GmbH