Vertreterversammlung 2020

Aufgrund der geltenden Einschränkungen und der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie konnten wir unsere diesjährige Vertreterversammlung leider auch im 4. Quartal 2020 nicht als Präsenzveranstaltung durchführen.

Da für uns die Gesundheit unserer Vertreter/-innen, Mitglieder/-innen, Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeiter/-innen höchste Priorität hat, haben der Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, die notwendigen Abstimmungen in einem schriftlichen Beschlussverfahren durchzuführen. Der Gesetzgeber hat aufgrund der aktuellen Situation hierfür am 27. März 2020 mit dem „Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ (nachfolgend COVMaßG) die gesetzlichen Grundlagen geschaffen.

Mit dem gewählten Verfahren erfüllen wir sowohl alle rechtlichen wie auch satzungsgemäßen Vorgaben und wahren damit in dieser Ausnahmesituation die genossenschaftlichen Grundsätze von Transparenz und Mitbestimmung.

Das schriftliche Beschlussverfahren ist beendet und alle notwendigen Beschlüsse wurden mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben am Dienstag, 15.12.2020 die Ergebnisse festgestellt. Zusätzlich wurde bereits im Juni 2020 der Jahresabschluss gemäß Art. 2 § 3 Abs. 3 CovMaßG durch den Aufsichtsrat festgestellt.

Anmerkung zur Dividendenzahlung:

Im Frühjahr 2020 hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, die von ihnen beaufsichtigten Banken, aufgefordert auf eine Ausschüttung der Dividenden in 2020 zu verzichten. Die Gründe für diese Aufforderung liegen in den möglichen negativen Folgen der Ausbreitung von COVID-19 für die Finanzbranche. Jedoch ließe die wirtschaftliche Lage und die Kapitalausstattung der Volksbank BraWo eine Dividendenzahlung an ihre Mitglieder noch im Jahr 2020 durchaus zu, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Volksbank BraWo ihre Mitglieder an dem erfolgreichsten Geschäftsjahr seit Bestehen der Volksbank BraWo teilhaben lassen möchte. Die Aufsichtsbehörde teilte uns hierzu jedoch mit, dass sie eine individuelle Ausschüttungspolitik im Bankensektor aktuell ablehnt. Dieser deutlichen Erwartungshaltung der BaFin können und wollen wir uns nicht entziehen. Daher haben der Aufsichtsrat und der Vorstand vorgeschlagen, die Entscheidung über die Verwendung des Gewinnvortrags für das Geschäftsjahr 2019 auf die nächste ordentliche Vertreterversammlung 2021 zu verschieben. Dies wurde mit der Annahme des Vorschlags für die Verwendung des Jahresergebnisses 2019 im schriftlichen Beschlussverfahren bestätigt.