Mit dem „Rucksack“ zu mehr Sprachkompetenz

Braunschweig, 31.08.2016

Die Volksbank Brawo Stiftung unterstützt das Braunschweiger Elternbildungs- und Sprachförderprogramm „Rucksack in der KiTa“ mit 112.500,00 Euro.

Das Projekt, das in sechs Braunschweiger Kindertagesstätten startet, soll die Elternkompetenzen im Bereich Bildungs- und Sprachförderung stärken. Das Projekt wurde initiiert von Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke. Es wird bis Ende 2017 von der Volksbank BraWo Stiftung finanziert und vom „DialogWerk“ in der Haus der Familie GmbH, einem Unternehmen der Volkshochschule Braunschweig, koordiniert.

„Wenn es um Kindererziehung geht, sind Eltern die wichtigsten und kompetentesten Partner“, unterstreicht Stadträtin Dr. Hanke. „Ihre Kenntnisse und Erfahrung zu nutzen und ihre Mitwirkung in Erziehungs- und Lernprozessen zu fördern, ist uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Volksbank BraWo Stiftung, die sich in vielen Leuchtturmprojekten für gute Bildungschancen von Kindern in der Region Braunschweig einsetzt, auch für ‚Rucksack in der KiTa‘ engagiert.“

„Die sprachliche Entwicklung von Kindern ist eine der Schlüsselkompetenzen für den weiteren Lebensweg“, hebt Carsten Ueberschär, Leiter der Direktion Braunschweig der Volksbank BraWo, hervor. „Aus diesem Grund unterstützen wir gern das ‚Rucksack‘-Projekt und wollen damit unseren Beitrag für die nachhaltige Förderung der Sprachentfaltung von Kindern und Jugendlichen leisten."

„Wir freuen uns sehr, dass die Volksbank BraWo Stiftung die Finanzierung des Projekts übernommen hat“, sagt Ulla Wilharm-Jansen, Geschäftsführerin der Haus der Familie GmbH, die mit dem „DialogWerk“ das Projekt koordiniert. „Wir können auf diesem Wege vielen Familien und Kindern helfen, die sonst nur schwer zu erreichen sind, und ihre gesellschaftliche Teilhabe stärken.“

Dafür, dass Mütter und Väter mit Zuwanderungsgeschichte als Partnerinnen und Partner für Bildung und Erziehung gewonnen werden und pädagogische Fachkräfte sich für die Zusammenarbeit mit Eltern unterschiedlicher kultureller Herkunft einsetzen, arbeitet künftig „Rucksack in der KiTa“. Das Projekt unterstützt Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren zusammen mit ihren Eltern in der Sprachentwicklung, insbesondere jene, die eine Zuwanderungsgeschichte oder aus anderen Gründen geringe deutsche Sprachkenntnisse haben.

Um geeignete Institutionen für die Teilnahme am Rucksack-Programm zu gewinnen, wurden die sechs großen Träger der Braunschweiger Kitas (AWO, Caritas, DRK, Evangelische Kirche, Paritätischer und Stadt Braunschweig) kontaktiert. Bereits jetzt steht fest, dass die städtische Kita Siegmundstraße und die evangelische Kita St. Georg, ebenfalls im Siegfriedviertel, dabei sind. Beide wollen bei dem Projekt eng kooperieren.

Das Besondere am Rucksack-Programm, das bereits an vielen Standorten in Deutschland erfolgreich umgesetzt wird, ist der Ansatz, die Eltern selbst als Mittler in die Bildungsarbeit einzubeziehen. Sie leiten als Elternbegleiter eine Gruppe von anderen Eltern, meist Mütter, in ihrer Kita an und erarbeiten einmal wöchentlich mit ihnen das Rucksack-Material. Die mehrsprachigen Übungen umfassen Aufgaben und Ideen aus dem alltäglichen Leben.

Freude bei der symbolischen Scheckübergabe: Die Volksbank Brawo Stiftung unterstützt das Braunschweiger Elternbildungs- und Sprachförderprogramm „Rucksack in der KiTa“ mit 112.500,00 Euro.