Neue Film-Kunst über dem BraWoPark

Braunschweig, 04.03.2016

Neue Film-Kunst hoch über Braunschweig: Auf der Media-Fassade an der Spitze des Verwaltungssitzes der Volksbank BraWo werden ab Dienstag, den 8. März 2016, zehn neue Werke von Studentinnen und Studenten der HBK Braunschweig zu sehen sein. Seit 2013 inspiriert die dreiseitige LED-Fläche mit ihren technischen Möglichkeiten junge Künstler zu neuen Beiträgen.

Eine Jury, bestehend aus Norman Lies (Leiter Marketing, Volksbank BraWo), Nicole Döring (Internet & Digitale Medien, Volksbank BraWo), Prof. Corinna Schnitt (Freie Kunst, HBK), Rolf Pilarsky (Freie Kunst/Digitale Medien, HBK) sowie Jesco Heyl (Leiter Kommunikation und Medien, Pressesprecher, HBK), hatte sich die Auswahl nicht leicht gemacht. Die neuen Filme überzeugen durch Originalität und Ausdrucksstärke ebenso wie durch technisch hochwertige Umsetzung.

Immer dienstags und donnerstags sind die neuen Werke tagsüber an der Spitze des Hochhauses zu sehen. Die Beiträge der vorigen Jahre werden an den übrigen Tagen gezeigt. Der Blick nach oben lohnt sich auf jeden Fall.

Zu sehen sind auf der LED-Wand der Toblerone folgende Arbeiten:

Ele Krekeler: „shine bright“
Zu sehen ist eine junge Frau, die unablässig die LED-Flächen putzt, halb in Trance, halb im Wahn. Das Werk zeigt einen unbeherrschbaren Drang zum Perfektionismus. Es existiert kein Anfangs- und kein Endpunkt.

Serena Alma Ferrario: „Beautiful Banality“
In banalen Alltagssituationen entdeckt die Künstlerin mögliche Verfolgungen, Momente am Meer, gefährliche Wellenspiele und andere seltsam spannende Situationen. Die Künstlerin hat die Szenen in verschiedenen Ländern entdeckt.

Hyuntae Kim: „TALK SHOW“
Zwei Disputanten und ein Moderator sprechen über etwas. Sie äußern ihre Meinung nicht durch Sprache sondern durch machtvolle Gesten der Hände. Diese besondere Weise der Kommunikation lässt erkennen, wer im Gespräch die Zügel in der Hand hält.

Meike Redeker: „ohne Titel“
Die Gebäude im BraWoPark gehören zu den höchsten der Stadt. Auf diese Höhe bezieht sich der Beitrag: Personen werden von einer zu hoch montierten Kamera gefilmt und müssen sich mühen, gesehen und abgebildet zu werden.

Esra Oezen und Lucie Biloshytskyy: „Das Wunderrad“
Wird das Wunderrad schnell genug in Drehung versetzt, verbinden sich die kreisförmig geordneten Bilder zu scheinbar bewegten Szenen. Es entsteht der Anschein, als würde ein Gegenstand nach und nach seine Form und Position verändern.

Esra Oezen: „Transparenz in der Durchsicht“
Strahlend saubere Fenster sorgen für einen wunderbaren Ausblick. Schmutz und Flecken dagegen erschweren den Blick nach draußen, es kommt nicht genug Tageslicht hinein. Sind die Fenster wieder sauber, kommt auch schon der angekündigte Regen…

Lucie Biloshytskyy: „Different Story“
Die Werke von Roy Lichtenstein sind die Grundlage für drei Comicgeschichten, die nach der Methode Lichtensteins aus kopierten Bildern zusammengestellt sind. Das berühmte Werk „Drowning Girl“ bleibt Dreh- und Angelpunkt.

Geraldine Oetken: „Beacon“
Beacon leuchtet. Das Licht dreht und blinkt und warnt. Wovor, ist nicht klar. Im Leuchten und Warnen liegt gleichzeitig etwas Beruhigendes. In einem Moment ist Beacon Wächter und monotoner Aufpasser, dann wieder ein Signalfeuer über den Dächern der Stadt.

Annemarie Blohm: „linke obere Ecke“
Die Videoarbeit „linke obere Ecke“ von Annemarie Blohm befasst sich mit der Beobachtung von Menschen, die auf dem Weg sind. Das Observieren ist stark verankert in Blohms Arbeiten. Die Bewegung der abgebildeten Passanten und jene des Betrachters werden parallel geführt.

Mijin Hyun: „Mahlzeit“
Essen ist ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Vor allem ist Essen soziale Handlung. Man isst gerne mit anderen und kommuniziert miteinander. Hyuns Video zeigt zwei Menschen, die sich gegenseitig füttern. Sie reagieren aufeinander mit Neugier, Erwartung und auch Zweifel.

Eines der neuen Werke: "Talk Show" von Hyuntae Kim