Pressemitteilung

Kicking Girls startete an der Grundschule Lehndorf

Neues Fußball-Projekt erleichtert Integration von Mädchen mit Migrationshintergrund

Braunschweig, 05.06.2013

Kicking Girls heißt das neue Projekt des Kindernetzwerks der Volksbank BraWo für die Region Braunschweig-Wolfsburg. Es wird im Rahmen von United Kids Foundations durch die Laureus Sport for Good Stiftung an zunächst sechs Schulen in der Region Braunschweig-Wolfsburg umgesetzt und soll jungen Mädchen den Zugang zum Fußball eröffnen. Die Auftaktveranstaltung fand in der Grundschule Lehndorf in Braunschweig statt. Der frühere Nationaltorhüter Jens Lehmann hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen und leitete die erste Trainingseinheit für die 47 Mädchen selbst.

„Auch Mädchen spielen gerne Fußball. Das Projekt gibt ihnen die Chance dazu und fokussiert sich vor allem auf Mädchen mit Migrationshintergrund“, sagt Jens Lehmann. Bei Kicking Girls werden die Mädchen von Trainerinnen trainiert. Das ermöglicht es Mädchen aus allen Kulturkreisen, an den schulischen Fußball-Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen, an Fußball-Turnieren teilzunehmen und sogar Trainerassistentinnen-Ausbildung zu absolvieren. Damit dieses Konzept in der Region Braunschweig-Wolfsburg aufgeht, hat die  Volksbank BraWo Stiftung im Rahmen von United Kids Foundations mit einer Spende in Höhe von 100.000 Euro die Anschubfinanzierung gegeben.

Für Jürgen Brinkmann, den Vorstandsvorsitzenden der Volksbank BraWo, passt Kicking Girls hervorragend zu United Kids Foundations. „Das Schöne beim Kicking-Girls-Projekt ist, dass jetzt auch noch religionsübergreifend und kulturzusammenführend ein Sportprojekt genutzt wird. Das ist eine  ideale Ergänzung zu den sportlichen Themen, die wir bereits besetzt haben. Das Motto von Laureus lautet: Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern. Das sehen wir genauso“, verdeutlicht Jürgen Brinkmann die feste Beziehung zu Laureus. Die Laureus Sport for Good Stiftung ist von Anfang an Mitglied des Kindernetzwerks der Volksbank BraWo gewesen. Jetzt wird erstmals ein gemeinsames Vorhaben realisiert.

„Vater“ und Projektleiter von Kicking Girls, das bereits an mehreren deutschen Standorten erfolgreich umgesetzt wurde, ist der Oldenburger Dr. Ulf Gebken. Sein  Ziel des Projekts ist es, den Mädchen den Übergang zum benachbarten Sportverein zu erleichtern und sie für den Sport zu gewinnen. Langfristig soll die Verwirklichung einer Gleichberechtigung erreicht werden. „Fußball ist dafür ideal. Kaum einer anderen Sportart gelingt es, so viele Menschen aus unterschiedlichen Milieus und Schichten zusammenzuführen“, weiß er.

Schulleiterin Dr. Katharina Perschmann freut sich, dass an ihrer Schule der Startschuss des Projekts für die Region Braunschweig gegeben wurde. Sie erwartet, dass es mit Kicking Girls gelingt, das typische Rollenverhalten aufzubrechen. „Ich wünsche mir, dass die Mädchen nicht am Rand stehen, wenn die Jungen Fußball spielen, sondern das alle gemeinsam mit Spaß hinter dem Ball herlaufen. Für uns war es keine Frage, dass wir bei Kicking Girls dabei sein wollen“, zeigt sich Dr. Katharina Perschmann begeistert von dem Projekt an ihrer zertifizierten sportfreundlichen Schule und motiviert andere, ihrem Beispiel zu folgen.

Die kleinen Fuballerinnen freuen sich über die Spende - Quelle: Nielsen